Viele der beliebtesten Zimmerpflanzen, von der Efeutute bis zum Einblatt, sind für Katzen und Hunde giftig. Meist bleibt es bei einem gereizten Maul und Erbrechen, einige aber, allen voran Lilien, können eine Katze töten. Die gute Nachricht: Die Liste schöner Pflanzen, die als unbedenklich gelten, ist lang.
Grundlage der folgenden Auswahl ist die Pflanzendatenbank der ASPCA, der amerikanischen Tierschutzorganisation, deren Giftnotruf für Tierärzte eine Standardquelle ist.
Vorab ein Hinweis: Ungiftig heißt nicht essbar. Eine Katze, die eine halbe Grünlilie frisst, kann trotzdem erbrechen, weil ein Fleischfresser Pflanzenfasern schlecht verdaut.
Laut ASPCA ungiftig für Katzen und Hunde sind unter anderem Grünlilie, Bergpalme, Goldfruchtpalme, Schwertfarn, Korbmarante und Pfeilwurz, Weihnachtskaktus, Usambaraveilchen, Peperomie, Haworthie, Pilea involucrata, Elefantenfuß, Schusterpalme, Phalaenopsis, Basilikum und Rosmarin. Meiden Sie Lilien, die für Katzen tödlich sein können, und den Palmfarn. Hat ein Tier eine giftige Pflanze gefressen, rufen Sie sofort den Tierarzt an.
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ToggleWelche Zimmerpflanzen sind für Katzen und Hunde ungiftig?
Die ersten vierzehn Pflanzen der Tabelle führt die ASPCA-Datenbank als ungiftig für Katzen und Hunde. Katzengras ist ein Sonderfall: keine einzelne Art, sondern gekeimtes Getreide, meist Hafer, Weizen oder Gerste, das genau dafür gezogen wird, dass Katzen daran knabbern.
Prüfen Sie vor dem Kauf den botanischen Namen auf dem Etikett. Manche Pflanzen, die als „Palme“ oder „Farn“ verkauft werden, sind mit den sicheren Arten nicht verwandt.
| Pflanze | Licht | Pflege | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Grünlilie (Chlorophytum comosum) | hell, indirekt | gießen, wenn die oberen 2 cm trocken sind | Katzen lieben die überhängenden Blätter; in größeren Mengen kann sie Erbrechen auslösen |
| Bergpalme (Chamaedorea elegans) | halbschattig | leicht feucht halten | eine der wenigen Palmen, die mit mäßigem Licht auskommen |
| Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens) | hell, indirekt | gießen, wenn die oberen 2 bis 3 cm trocken sind | wird im Zimmer 1,5 bis 2 m hoch |
| Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) | hell, indirekt | gleichmäßig feucht, mag hohe Luftfeuchte | nicht mit dem Zierspargel verwechseln, der giftig ist |
| Korbmarante und Pfeilwurz (Calathea, Maranta) | halbschattig | gleichmäßig feucht, kalkarmes Wasser | die Maranta faltet abends die Blätter |
| Weihnachtskaktus (Schlumbergera) | hell, indirekt | gießen, wenn die oberen 2 bis 3 cm trocken sind | ein Waldkaktus ohne spitze Dornen |
| Usambaraveilchen (Saintpaulia) | hell, ohne direkte Sonne | von unten gießen, zimmerwarmes Wasser | blüht einen Großteil des Jahres |
| Peperomie (Peperomia) | halbschattig bis hell | zwischen den Wassergaben antrocknen lassen | kompakt, passt ins Regal |
| Haworthie (Haworthia) | hell, etwas Sonne | im Sommer alle 2 bis 3 Wochen, im Winter selten | sieht aus wie eine kleine Aloe, doch Aloe ist giftig |
| Pilea involucrata | halbschattig | gleichmäßig feucht, mag Luftfeuchte | niedrig und buschig, gut fürs Terrarium |
| Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) | hell, verträgt Sonne | sparsam, speichert Wasser im verdickten Stamm | keine echte Palme |
| Schusterpalme (Aspidistra elatior) | schattig bis halbschattig | alle 1 bis 2 Wochen | übersteht einen kühlen, dunklen Flur |
| Phalaenopsis (Schmetterlingsorchidee) | hell, indirekt | Substrat alle 7 bis 10 Tage tauchen, abtropfen lassen | die Angabe gilt für Phalaenopsis, nicht für alle Orchideen |
| Basilikum und Rosmarin | sonniges Fenster | Basilikum feucht, Rosmarin eher trocken | Küchenkräuter; ein paar angeknabberte Blätter schaden nicht |
| Katzengras (Hafer, Weizen, Gerste) | helles Fenster | feucht halten, alle 2 bis 3 Wochen neu säen | zum Knabbern gedacht; zu viel kann Erbrechen auslösen |
Pflanzen fürs Wohnzimmer
Wer Höhe möchte, findet in Bergpalme, Goldfruchtpalme und Elefantenfuß sichere Alternativen zur Monstera. Die Bergpalme kommt mit einem Platz abseits des Fensters zurecht, die beiden anderen brauchen viel Licht.
Für ein Nordzimmer ist die Schusterpalme die verlässlichste Wahl. Weitere robuste Arten beschreiben wir im Beitrag über pflegeleichte Zimmerpflanzen, wo bei jeder Pflanze vermerkt ist, ob sie für Haustiere unbedenklich ist.

Pflanzen für Regal, Schreibtisch und Fensterbank
Peperomie, Haworthie, Pilea involucrata und Usambaraveilchen bleiben klein und passen damit ins Regal oder auf den Schreibtisch. Der Weihnachtskaktus blüht im Dezember und ist eine sichere Alternative zum Weihnachtsstern.
Basilikum und Rosmarin sind eine nützliche Ausnahme von der Regel, dass Kräuter nur in die Küche gehören. Beide gelten als ungiftig; wie das Basilikum den Winter übersteht, lesen Sie in unserem Beitrag Basilikum auf der Fensterbank pflegen. Ätherische Öle sind etwas anderes: Mehrere sind für Katzen gefährlich, Duftlampen und Fläschchen gehören daher außer Reichweite.
Welche gängigen Zimmerpflanzen sind giftig für Katzen und Hunde?
Diese Pflanzen gibt es in fast jedem Gartencenter und Baumarkt. Die meisten enthalten entweder unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die das Maul reizen, oder Saponine, die den Magen angreifen.
- Lilien (Lilium) und Taglilien (Hemerocallis): für Katzen potenziell tödlich. Schon wenig von einem Blatt, ein Blütenblatt, aus dem Fell geleckter Pollen oder Vasenwasser kann ein akutes Nierenversagen auslösen. In einem Haushalt mit Katze sollten sie auch als Schnittblumen tabu sein.
- Palmfarn (Cycas revoluta): sehr giftig, besonders für Hunde. Alle Teile sind giftig, die Samen am stärksten, es droht Leberversagen. Trotz des Aussehens ist er keine Palme.
- Efeutute, Monstera, Philodendron, Dieffenbachie und Zamioculcas: Calciumoxalat-Kristalle verursachen Brennen im Maul, Speicheln, Kratzen mit der Pfote am Maul und Erbrechen.
- Einblatt (Spathiphyllum): keine echte Lilie und keine Gefahr für die Nieren, reizt aber das Maul wie die Efeutute.
- Bogenhanf und Aloe vera: Saponine verursachen Erbrechen und Durchfall, Aloe zudem Mattigkeit.
- Alpenveilchen: Die Knolle ist der giftigste Teil. Sie verursacht Erbrechen und Durchfall, größere Mengen können das Herz beeinträchtigen.
- Weihnachtsstern: nur schwach giftig. Der Milchsaft reizt Maul und Magen, schwere Vergiftungen sind selten.
Woran erkennt man eine Pflanzenvergiftung bei Katze und Hund?
Typisch sind Speicheln, Reiben am Maul, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und ungewöhnliche Müdigkeit. Bei oxalathaltigen Pflanzen wie Efeutute oder Dieffenbachie zeigen sich die Symptome meist nach Minuten, weil das Maul zu brennen beginnt.
Tückischer ist die Lilienvergiftung bei Katzen. Die ersten Anzeichen, Erbrechen, Antriebslosigkeit und Futterverweigerung, können nach einigen Stunden abklingen, während sich der Nierenschaden in den folgenden ein bis drei Tagen entwickelt. Eine Katze, die mit einer Lilie in Kontakt war, gehört zum Tierarzt, auch wenn sie gesund wirkt.
Was tun, wenn das Tier eine giftige Pflanze gefressen hat?
- Bringen Sie das Tier von der Pflanze weg und entfernen Sie Reste aus dem Maul, wenn das gefahrlos möglich ist.
- Rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis oder die nächste tierärztliche Notdienstklinik an.
- Nennen Sie die Pflanze, die Menge und den Zeitpunkt. Fotografieren Sie die Pflanze oder nehmen Sie das Etikett mit.
- Lösen Sie kein Erbrechen aus und geben Sie weder Salz noch Milch noch Öl. Hausmittel können mehr schaden als nützen; folgen Sie den Anweisungen des Tierarztes.
Wie gewöhnt man Katze oder Hund das Anknabbern von Pflanzen ab?
- Etwas Besseres anbieten. Ein Topf Katzengras an einem hellen Platz lenkt Katzen oft von anderen Pflanzen ab. Säen Sie alle zwei bis drei Wochen einen neuen Topf, damit immer frisches Gras da ist.
- Pflanzen außer Reichweite stellen. Ein hohes Regal oder eine Hängeampel hilft bei den meisten Hunden. Katzen springen, bei ihnen zählt die Wahl einer sicheren Pflanze mehr als die Höhe.
- Die Erde abdecken. Größere Kiesel oder Zapfen auf der Oberfläche verhindern Graben und die Nutzung des Topfs als Katzenklo.
- Ein Abwehrmittel nutzen. Ein Bitterspray für Haustiere auf den Blättern sicherer Pflanzen hilft bei manchen Tieren; bei Lilien und Palmfarn sollten Sie sich nie darauf verlassen.

Kann man Pflanzen und Kräuter hoch und außer Reichweite ziehen?
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Frequently asked questions
Ist die Grünlilie für Katzen giftig?+
Nein. Die Grünlilie wird in der ASPCA-Datenbank als ungiftig für Katzen und Hunde geführt. Katzen fressen sie gern, und größere Mengen können trotzdem Erbrechen auslösen.
Sind Lilien für Katzen gefährlich?+
Ja, echte Lilien und Taglilien gehören zu den gefährlichsten Pflanzen für Katzen. Schon Pollen oder Vasenwasser können zu Nierenversagen führen, eine Katze muss nach Kontakt sofort zum Tierarzt.
Ist das Einblatt giftig für Katzen und Hunde?+
Das Einblatt ist giftig, aber anders als echte Lilien. Seine Calciumoxalat-Kristalle reizen das Maul und verursachen Speicheln und Erbrechen, jedoch kein Nierenversagen.
Was tun, wenn der Hund Palmfarn gefressen hat?+
Rufen Sie sofort den Tierarzt oder eine Notdienstklinik an. Der Palmfarn ist für Hunde sehr giftig, vor allem die Samen, und eine frühe Behandlung bietet die besten Chancen gegen Leberschäden.

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